Einfälle statt Abfälle

Schülergruppe der Jenaplanschule Jena gewinnt Kathrin-Buhl-Preis 2015 für entwicklungspolitische Projekte 

Das „Müllprojekt“ der SchülerFAIRma der Jenaplan-Schule Jena gewinnt den 2. Preis des Kathrin-Buhl-Preises 2015 für entwicklungspolitische Projekte. Der Kathrin-Buhl-Preis der Stiftung Nord-Süd-Brücken wurde bereits am 14. Dezember 2015 in Berlin verliehen und ist mit 1.000 EUR dotiert. 

Seit 2007 besteht eine Schulpartnerschaft der Jenaplan-Schule Jena zu einer Schule in San Marcos in Nikaragua. Bei Besuchen in Nikaragua wurde den deutschen Schüler_innen deutlich was es bedeutet, keine funktionierende Müllentsorgung zu haben. Davon beeinflusst beschäftigten sich die Schüler_innen beider Schulen im Jahr 2014 mit „Müll“. Dabei scheinen die Probleme in Deutschland und Nikaragua entgegengesetzt: Liegt in Nikaragua viel Müll herum, weil die Entsorgung nicht funktioniert, bekommt man in Deutschland vom Müll wenig mit, da er scheinbar sofort verschwindet. Um den Müll in Deutschland sichtbar werden zu lassen, wurde eine Woche lang sämtlicher Papier- und Plastikmüll der Schule gesammelt und aufgetürmt. Noch näher und sichtbarer kam der Müll, als alle Mülltonnen in der Jenaplan-Schule verschlossen wurden und kein Müll mehr darin verschwinden konnte. Dies strapazierte alle: Schüler_innen, LehreInnen und Besucher.

Aus der Laudatio der Jury: „Bei der Entscheidung war die Jury besonders beeindruckt vom selbstständigen Handeln der Schüler_innen, die das Projekt eigenständig initiiert, entwickelt und kostenneutral umgesetzt haben.“

„Müll ist kein neues, aber ein aktuelles Thema…“ schreibt die Jury. „Die Jenaplan Schülergruppe hat Verantwortung übernommen, … hat uns aufgefordert hinzuschauen und uns aufgefordert ebenfalls Verantwortung zu übernehmen.“

Dokumentation zur Preisverleihung und zum Müllprojekt

 


Weihnachtskonzert


Kürzungen in der Jenaer Jugendarbeit rückgängig machen

Der Stadtrat hat im Rahmen seiner Haushaltsplanung für 2016 eine Kürzung der Jugendarbeit beschlossen. Diese stellt sich momentan so dar, dass von dem aktuellen kommunalen Zuschuss in Höhe von 1,9 Mio Euro ca. 350.000 Euro (18%) eingespart werden sollen. Eine anstehende Erhöhung des Budgets für Kinder- und Jugendarbeit infolge von längst ausstehender Bezahlung aller Mitarbeiter_innen der freien Träger nach Tarif wurde dabei von vornherein ignoriert und erhöht somit die prozentuale Kürzung der Jugendarbeit auf rund 26%.

Wir sind als Verein und als Schule ebenfalls von dieser Entwicklung betroffen - die wichtige Arbeit unserer Schulsozialarbeiter könnte nicht kontinuierlich fortgesetzt werden bzw. außerschulische Angebote anderer Träger z.B. Jugendklubs würden erheblich eingeschränkt. Deshalb unterstützen wir die Initiative der AG Jugendarbeit.

Ausführliche Informationen finden Sie unter: https://jugendarbeitjena.wordpress.com


Informations- & Koordinations-Versammlung


Mitgliederversammlung